Beata Imelda
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Mittwoch, den 07. Juli 2004 um 10:54 Uhr

 

Laudetur Jesus Christus!


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Sel. Imelda Lambertini,
Jungfrau, Dominikanermoniale,
Patronin der Erstkommunionkinder

Online seit 13. Mai 2010, Christi Himmelfahrt 


Unter dem Reiter oben "Büchlein 1" finden Sie den vollständigen Text des Büchleins "Die selige Imelda - Schutzpatronin der Erstkommunikanten" (Der lieben Schuljugend gewidmet); verfasst von einer Dominikanerin aus dem Kloster Prouille in Südfrankreich; Name unbekannt. Auch der Name der Übersetzerin ist nicht bekannt.
Und unter dem Reiter "Büchlein 2" können Sie den kompletten Text eines weiteren Büchleins über die Selige genießen. Der Titel lautet: "Imelda Die "Legende" eines seligen Kindes." von H. H. Pater Hieronymus Wilm OP.

Die Selige wurde im Jahre 1322 in Bologna geboren und auf den Namen Imelda getauft. Der genaue Geburtstag ist leider nicht bekannt. Nirgends trat die Frömiigkeit unserer kleinen Heiligen deutlicher zu Tage als in der Kirche, wo sie unverwandt den Blick auf den Tabernakel richtete, während ein seliges Lächeln auf ihrem Gesichtchen lag. Der frühreife Ernst ihres Wesens, der weder den kindlichen Zauber ihrer Erscheinung, noch das Strahlen ihres engelhaften Antlitzes beeinträchtigte, gewann ihr alle Sympathien. Von ihren adeligen Eltern wurde sie auf Grund ihrer inständigen Bitten im Alter von 9 Jahren und nach Erlaubnis der Eltern dem Dominikanerinnenkloster Santa Maria Maddalena in Val di Pietra (Felsental) außerhalb der Stadtmauern Bolognas, anvertraut. Nach einer Probezeit erhielt sie das weiße Ordensgewand der Dominikanerinnen (Gewand aus weißer Wolle, über das ein Skapulier von gleicher Farbe fällt; dazu ein weißer Schleier, der das Haupt bedeckt. Das Kleid wird von einem ledernen Riemen gegürtet, in welchen der Rosenkranz, das kostbare Erbe des hl. Dominikus geschlungen ist.) und erfüllte alle Pflichten mit großem Ernst und Eifer.
Imelda erwählte für sich die Hl. Agnes als besondere Schutzpatronin. Diese 13-jährige Märtyrerin, die lieber den Tod erdulden, als dem Bräutigam  der Jungfrauen die gelobte Treue brechen wollte, bestärkte Imelda in ihrem Opfermute. "Die süße Agnes." sprach sie zu sich selbst, "ist frohen Mutes auf den Richtplatz geeilt, um ihr unschuldiges Haupt dem Henkerbeile darzubieten. So will auch ich zum Maryrium des klösterlichen Lebens eilen."
Der Mönch Celso di Sassoferrato, der am Ende des 16. Jahrhunderts den ältesten schriftlichen Bericht über Imelda verfasste, schrieb: "Nach ihrem Ordenseintritt überragte Imelda an Disziplin und Heiligkeit der Sitten die anderen Schwestern, die doch an Lebens- und Ordensalter viel weiter waren. Das ist sicher und bewiesen."
Imelda sehnte sich sehr nach dem Empfang der hl. Kommunion, die ihr aber wegen ihres jugendlichen Alters verwehrt wurde. Am Vorabend zum Himmelfahrtstag, dem 12. Mai 1333 ereignete sich nach der hl. Messe ein eucharistisches Wunder, das  historisch belegt ist; - der Herr erhörte des Mädchens Flehen. Nach der Konventsmesse, als Imelda noch andächtig im Gotteshaus kniete, strahlte plötzlich aus dem Chorraum der Kirche ein heller Lichtschein, der Kirche und Kloster erleuchtete und von außergewöhnlichem Duft begleitet war. Hoch über sich erblickte Imelda im Kirchengewölbe eine schwebende, strahlendweiße Hostie. Mit empor gestreckten Armen stand Imelda in Verzückung da, bis der herbeigerufene Priester, der alte Pater Aldrovando, eilends Chorrock und Stola anzog und die Patene hochhob. Da senkte sich die schwebende, heilige Hostie auf die Patene herab und P. Aldrovando reichte Imelda den Leib Christi. Die Begeisterung, mit der sie ihren Herrn empfangen, war so groß, dass es ihr das Herz brach: Sie sank bewusstlos zu Boden und als liebevolle Hände sie aufheben wollten, wurde festgestellt, dass sie tot war. Jesus hatte sie zu sich in den Himmel geholt.
Damit erhielt der einzige überlieferte Satz Imeldas eine ganz besondere Bedeutung: "Sagt nur, liebe Schwestern, wie ist es nur möglich, Gott ins eigene Herz aufzunehmen, ohne aus Liebe zu Ihm zu sterben?!"
Ihr Leib wurde zunächst im Kloster Val di Pietra bestattet. Die Nonnen ehrten das Andenken ihrer kleinen Mitschwester durch ein besonderes Fest, das sie jährlich am 12. Mai, dem Jahrestage des Wunders, begingen. Imeldas Name wurde in das Verzeichnis der Heiligen und Seligen ihres Ordens eingetragen und ihr Andenken in Liedern und Gebeten gefeiert. 1582 wurden die Reliquien jedoch nach Bologna in das neue Dominikanerinnenkloster in der Via Galleria überführt. Nach Aufhebung des Klosters durch Napoleon verbrachte man ihre Reliquien in die Kirche San Sigismondo im alten Universitätsviertel.
Am 20. Dezember 1826 gestattete Papst Leo XII. ihre Verehrung für den Dominikanerorden und für die Diözese Bologna am 13. Mai mit eigenen Messtexten und eigenem Stundengebet (dort etwas nach unten scrollen). Papst Pius X. erhob sie zur Patronin der Erstkommunionkinder und führte die Kinderkommunion ab 7 Jahren ein (Ende des 18. Jahrhunderts waren die Kinder beim Empfang der Erstkommunion ca. 12 bis 14 Jahre alt). Über ihren sterblichen Überresten befindet sich ein Glassarkopharg mit einer ihr ähnlichen Wachsfigur im weißen Ordensgewande.
Eine andere Quelle (Büchlein 1) besagt: Am 6. Mai 1826 ward der hl. Stuhl um ausdrückliche Bestätigung ihres Kultus ersucht, die schon am 16. September desselben Jahres gewährt wurde. Vier Tage später erklärte Leo XII. die kleine Dominikanerin "Selig" und gestattete ihrer religiösen Familie, sowie dem Bistum Bologna Messe und Offizium zu ihrer Ehre zu feiern.
1891 wurde auf Veranlassung eines französischen Bischofes ausgehend vom Kloster Prouille in Südfrankreich die Erzbruderschaft zur Seligen Imelda gegründet, zum Zwecke der Verehrung der Seligen und um einen würdigen Empfang der ersten heiligen Kommunion unter dem Schutz der seligen Imelda zu gewährleisten.

 

Gedanken eines Verehrers der Seligen

"Diese wunderbare Geschichte bezeugt die Notwendigkeit und Wirksamkeit des sakramentalen Priestertums. Es wäre eine kleine Sache für Gott gewesen, die schwebende Hostie direkt auf die Zunge Imeldas zu legen. Doch die Sehnsucht und Liebe eines Menschen zu Gott reichen nicht aus, um dafür das Herz des Herrn zu erweichen. Es bedarf des Priesters. Hier ist er es, der erkennt, dass Gottes Wille offenbar über die bestehenden Vorschriften hinausgeht. Der Priester ist hier der Prophet und wirkt das Wunder. Er bekleidet sich mit den Gewändern des Heiles und spendet das Sakrament. Seine ureigenste Aufgabe."
http://ruferstimme.blogspot.de/2012/05/13-mai-1333.html

 

Namenserklärung

Imelda ist die Verkleinerungsform von Irmhilda. Irmin ist eine vorchristliche Gottheit der Stärke. Hild geht auf ein indogermanisches Wort zurück ("kel"), in der Bedeutung von spalten, schlagen. Althochdeutsch heißt selbes hiltja und bedeutet bereits Kampf, Schlacht, Krieg, wie ja auch eine der germanischen Schlachtenjungfrauen Hilda heißt.
Im christlichen Sinne gedeutet, ist Imelda die unter dem Schutze Gottes Kämpfende, auch Irmhild.

Einige Schriftsteller sind der Meinung, daß der Name Imelda von den lateinischen Worten eines Psalmenverses "Sicut mel data" - "wie Honig ausgegossen" - hergeleitet ist; andere erblicken darin die Zusammenstellung der lateinischen Worte: I (Geh) mel (Honig) da ( gib.) "Gehe hin und gib Honig!" wäre demnach der Sinn dieses lieblichen Namens. In dieser Bedeutung aufgefaßt müßte man ihn ebenso anmutig als prophetisch nennen.

Liturgische Farbe: Weiß

Patronat: Der heilige Papst Pius X. setzte Imelda als Patronin der Erstkommunikanten ein, weil sie am Tage ihrer ersten hl. Kommunion starb.

 

 

Marienweg durch den Landkreis Traunstein

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Die Historische Wallfahrtsmadonna von Traunstein

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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 03. Mai 2015 um 10:13 Uhr
 
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